BUGA Erfurt 2021: Große Preisverleihung für die ersten neun Blumenhallenschauen, die Freiland- und Friedhofswettbewerbe

Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft ehrt 43 Aussteller

Ungewöhnliche Zeiten ermöglichen ungewöhnliche Feste: In einer Großen Preisverleihung haben die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) und die BUGA Erfurt GmbH jetzt alle Preisträger der ersten neun Hallenschauen, der Freiland- und Friedhofswettbewerbe ausgezeichnet. 

„Diese Preisverleihung ist ein neues Format“, sagte Jochen Sandner, Geschäftsführer der DBG. „Die Rahmenbedingungen für den Start der BUGA haben es nötig gemacht. Nun würdigen und ehren wir alles, was bis hierhin geschehen ist.“ Üblicherweise werden die Großen Goldmedaillen der DBG und die Ehrenpreise bereits bei jeder Hallenschau und nach jeder Saisonumpflanzung der Friedhofsgärtner verliehen. Diesmal mussten sich die Einzelaussteller und Unternehmen coronabedingt gedulden. Der sommerliche Festakt im egapark belohnte sie nun alle. Insgesamt 43 Ausstellerinnen und Aussteller wurden geehrt und erhielten 35 Große Goldmedaillen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft sowie 29 Ehrenpreise. Weitere zwölf Große Goldmedaillen sowie sechs Ehrenpreise gingen an 17 Aussteller, die nicht teilnehmen konnten.

Torsten Weil, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, übergab zwei Ehrenpreise des Ministeriums – weiße Porzellanvasen des Traditionsunternehmens Eschenbach - an Brunnenkresse Fischer und die Bonsaifreunde Westthüringen. Zu den Ehrengästen, die die weiteren Auszeichnungen überreichten, gehörten auch Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbands Gartenbau (ZVG), der den BUGA Machern noch mal ein ausdrückliches Lob ausstellte: „Mein großer Respekt gilt Frau Weiß, die diese Bundesgartenschau unter Pandemiebedingungen geöffnet hat. Die Hallenschauen nach außen zu verlegen fand ich sensationell.“

Anschließend konnten sich weitere Preisträger über Auszeichnungen freuen, die Ihnen von Cornelia Pommerenke, Vizepräsidentin des Fachverbands Deutscher Floristen (FDF), Ulrich Haage, Präsident des Landesverbandes Gartenbau Thüringen sowie Stefan Friedel, Geschäftsführer der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen/Thüringen überreicht wurden. 

Ein buntes Potpourri an Themen

Von einem Willkommensgruß der Stadt des Gartenbaus zur ersten Hallenschau über Rhododendron und Hortensien, Malerische Blumen, Bonsai, intelligente Pflanzen, Rosen und Rosengärtnerinnen, das Gärtnern und die Kultivierung bis hin zur Blumenbindekunst wurde bis zum Festakt ein vielfältiges Themenspektrum in Floristik und Pflanzenzucht vorgestellt. Bei den ersten vier Hallenschauen musste improvisiert werden – die Corona-Abstandsregeln erlaubten Besuchern nicht, die Hallen zu betreten. Gestalter und Aussteller waren flexibel und verlegten kurzerhand einen Teil der Schau ins Freie. Anderes wurde ans Fenster gerückt, so dass die Besucher zumindest von außen einen Eindruck bekommen konnten.

Im Freiland konnten sich die Besucher an dem Frühjahrsflor erfreuen, der nach einem kühlen April im Mai und Juni üppig aufblühte. Exzellent vorgezogene Pflanzen in sehr guter Qualität trotztem dem Wetter und überraschten auch als Neuzüchtungen und in außergewöhnlichen Kombinationen.  Die Grabbepflanzung wurde von den Preisrichtern sowohl für den Frühjahrs- als auch Sommerflor bewertet – hier begeisterten die Aussteller die Jury mit phantasievollen und außergewöhnlichen Bepflanzungen – auch in Bezug zum Grabmal, das ihnen zugelost worden war und in einem besonders harmonischen Gesamtergebnis sowohl beim Frühjahrsflor als auch beim Sommerflor beeindruckte. Die kommenden Preisverleihungen werden nun direkt nach der Auswertung der Jury vor Ort in Erfurt vergeben. Viele der Aussteller werben zeitnah und erfolgreich auf Social Media Plattformen und in ihrer Heimatpresse damit.