Geschäftsführerin Susanne Brambora-Schulz führt Wuppertal zur BUGA 2031

Mit einstimmigen Voten haben Findungskommission und Aufsichtsrat Susanne Brambora-Schulz zur Geschäftsführerin der BUGA 2031 in Wuppertal gewählt. Die Bestätigung der Wahl stand auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 15. Januar und wurde einstimmig beschlossen.

Mit Susanne Brambora-Schulz wird eine ausgewiesene Expertin und Freiraum-Entwicklerin die Geschäftsführung der Gesellschaft „BUGA Wuppertal 2031 gGmbH“ übernehmen. Die gemeinnützige Gesellschaft wird von der Stadt Wuppertal und der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) gemeinsam getragen, um die Bundesgartenschau Wuppertal im Jahr 2031 vorzubereiten und zu realisieren.

Als Referatsleiterin für Freiraumentwicklung und Landschaftsbau beim Regionalverband Ruhr (RVR) verantwortet Susanne Brambora-Schulz mit einem Team von 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Konzeptionierung und Umsetzung zentraler Landschaftsbauprojekte im Ruhrgebiet. In der Region und im Land ist die neue BUGA-Geschäftsführerin bestens vernetzt und zudem gesellschaftlich hoch engagiert: Ehrenamtlich ist sie als ehemalige deutsche Spitzenfechterin im Deutschen Fechterbund in nationaler Funktion tätig und zudem aktives Mitglied von THW und freiwilliger Feuerwehr.

Konzeptionelle Stärke und Umsetzungsorientierung

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind erklärte zum Auswahlverfahren: „Uns haben im Bewerbungsprozess die Erfahrung, konzeptionelle Stärke und bedingungslose Umsetzungsorientierung auch in komplexen Projekt-situationen beeindruckt. Frau Brambora-Schulz passt damit hervorragend in das Profil der BUGA 2031.“

Der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, Dr. Achim Schloemer, Nachfolger von Jochen Sandner, betonte: „Die hervorragende Bewerberinnenlage für die Geschäftsführung der BUGA 2031 ist auch ein Ausdruck der Attraktivität dieser Bundesgartenschau. Als DBG freuen wir uns sehr, dass eine ausgewiesene Expertin für grüne Infrastrukturprojekte Wuppertal zur BUGA 2031 führen wird.“

Susanne Brambora-Schulz erklärte: „Dass die zuständigen Gremien der Stadt sich für mich entschieden haben, bereitet mir große Freude, und ich möchte mich für dieses Vertrauen bedanken. Ich bin überzeugt davon, gemeinsam mit der Stadtgesellschaft das Projekt BUGA 2031 zum Erfolg führen zu können.“

 

Motor für die Stadtentwicklung

Wuppertal will sich mit Hilfe der Bundesgartenschau den Herausforderungen der Zukunft stellen. Die entsprechenden Verträge wurden im März 2023 unterzeichnet.

Die BUGA Wuppertal 2031 soll dezentral im Westen der Stadt stattfinden. Drei Kernareale sind geplant: Tesche, Grüner Zoo und Wupperpforte.

Das Kernareal Tesche, ein Wohnquartier ganz im Westen der Stadt, wird über den Bahnhof Vohwinkel erschlossen. Auf dem dortigen Lokschup-penareal, entsteht ein neues Wohngebiet. Ein Spiel- und Sportpark sind geplant, vor allem aber die Erschließung des Naherholungsgebietes „Tescher Wiesen“. Die Nordbahntrasse – ein Rad- und Fußweg auf einer ehemaligen Bahnstrecke – durchzieht das Gebiet und bindet die neue Parklandschaft an. In der Tesche sind unter anderem das Themenfeld Urban Gartending, Gastronomie und eine große Veranstaltungsbühne geplant.

In Wuppertal wird erstmals ein Zoo in eine Bundesgartenschau integriert – der Grüne Zoo ist eines der Kernareale. Zum 150-jährigen Bestehen im Jahr 2031 wird der Zoo saniert, eine Seilbahn zur Königshöhe ermöglicht den Blick von oben. In der Orangerie ist eine Blumenhalle geplant, auch gärtnerische Beiträge sind vorgesehen und ein BUGA-Forum.

Das Kernareal Wupperpforte umfasst den Waldpark Königshöhe mit dem Von-Der-Heydt-Turm sowie den Waldpark Kaiserhöhe mit dem Wey-buscherturm. Eine 700 Meter lange Hängebrücke für Fußgänger soll das Tal überspannen und die Parks miteinander verbinden. Es wird Veran-staltungsbühnen, Ausstellungsbeiträge sowie Spiel- und Sportangebote geben.

Alle BUGA-Areale sind mit Schwebebahn, S-Bahn oder einer temporären Seilbahn zu erreichen. Verbindungen schaffen die Nordbahntrasse und die Sambatrasse – eine ehemalige Bahnstrecke, die heute als Rad- und Wanderweg von Elberfeld nach Cronenberg führt. Die Sambatrasse soll als Radtrassenprojekt bis in die Innenstadt von Elberfeld verlängert werden. Neue Parkplätze sollen nicht entstehen, Wuppertal will die Mobilität bei der BUGA durch die verschiedenen ÖPNV-Angebote und Shuttlebusse gewährleisten. Durch die neuen Radwegverbindungen können die Gelände auch individuell auf zwei Rädern erreicht werden.

Wuppertal setzt auf den „Circular BUGA“-Ansatz. Der Gedanke einer Kreislaufwirtschaft soll die gesamte Bundesgartenschau durchziehen, vom Bau bis zur Durchführung. Die BUGA stellt sich auch allen aktuellen städtebaulichen Themen und will beispielhafte Lösungen aufzeigen, wie etwa Starkregen oder Hitzesommern begegnet werden kann.