WELTERBE, GRÜNE VERBINDUNGEN UND AUFGEWERTETE RÄUME – BUGA OBERES MITTELRHEINTAL 2029

Welterbe, grüne Verbindungen und aufgewertete Räume: BUGA Oberes Mittelrheintal 2029

Nach der erfolgreichen BUGA Koblenz 2011 hat sich eine weit in die Region ausstrahlende positive Grundstimmung zum Format einer BUGA erhalten. Das führte auch zu einem begeisterten Echo, als von Innenminister Lewentz und anderen die Idee zu einer BUGA im oberen Rheintal aufkam. Nun wird das fast 70 km lange Flusstal mit seinen malerischen Orten entlang der Ufer, mehr als drei Dutzend Burgen, Schlössern und Festungen, zahlreichen Kirchen und Klöstern, mit vielen Parks und Gärten aus mehreren Jahrhunderten, der berühmten Loreley und den unzähligen Weinbergen »Star« dieser Bundesgartenschau sein. Das Rheintal zählt zudem seit dem Jahr 2002 zum Welterbe und ist eine sehr beliebte Urlaubsregion Deutschlands. In der Machbarkeitsstudie wurde vorgeschlagen, wegen der für Tagesbesucher nicht zu bewältigenden Gesamtlänge von 67 km, das Rheintal zwischen Koblenz und Rüdesheim in drei saisonale Abschnitte zu unterteilen. Ein zweiter zentraler Aspekt war die Idee einer schwimmenden BUGA. Das ist ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal, denn eine BUGA am Fluss, die gleichzeitig auf dem Wasser stattfindet, gab es in der Geschichte der Bundesgartenschauen noch nicht. An der Machbarkeitsstudie arbeiteten Landschaftsarchitekten gemeinsam mit Spezialisten anderer Disziplinen wie Tourismus, Marketing, Mobilität und Bürgerbeteiligung. Ihnen ging es einerseits um die Inhalte, die Popularisierung, die Inszenierung und die Vermarktung der Gartenschau. Andererseits lag der Fokus auch auf ihrer touristischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Einbindung in die WelterbeKulisse des Rheintals. Denn die BUGA bietet eine einmalige Chance zur Optimierung der Verkehr zu einer intensiveren Vermarktung des Weinanbaus und zur Aufwertung zahlreicher Zwischenräume und grüner Verbindungen. Nun müssen in Kooperation mit dem Welterbe-Zweckverband und der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz die Interessen von Bürgern, beinahe fünf Dutzend Kommunen, fünf Landkreisen und zwei Bundesländern gebündelt und aufeinander abgestimmt werden. Auf dem Prüfstand zur Umsetzung stehen: Fähren für Passagiere und Ausstellungshallen mit Blumen und Pflanzen, die den Fluss befahren sollen. Schwimmende Restaurants, die regionale und internationale Spezialitäten anbieten. Badeschiffe, die sicheres Schwimmen im Rhein mit Panoramakulisse garantieren. Und wie immer: ineinandergreifende und aufeinander abgestimmte gärtnerische Akzente in den zahlreichen Städten und Gemeinden entlang der Route. Der Zweckverband, der zusammen mit der DBG die BUGA Durchführungsgesellschaft 2029 gegründet hat, wird nun den Maßnahmenkatalog umsetzen.