In 365 Tagen eröffnet die Internationale Gartenausstellung – Umgesetzt durch die grüne Branche
Fünf Zukunftsgärten, mehr als 60 Parks und Gärten des Ruhrgebiets und unzählige lokale Initiativen bietet die IGA Ruhrgebiet 2027, die am 23. April 2027 eröffnet wird. Die Gartenausstellung ist zugleich eine Bühne für die grünen Berufe.
NOCH 365 TAGE
Mit einem großen Baustellenfest in Duisburg sowie Führungen über die Baustellen der Zukunftsgarten-Standorte Gelsenkirchen, Dortmund, Lünen und Emscherland fiel am 23.4.2026, dem „Tag der IGA“, der Startschuss für den Countdown. Gleichzeitig hat auch der Vorverkauf der Dauerkarten begonnen, NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen erhielt symbolisch die erste Eintrittskarte.
Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen: „Die Internationale Gartenausstellung 2027 wird wichtige Impulse für die Zukunft des Ruhrgebiets setzen. Hier werden viele Menschen erleben können, welche Gestaltungskraft im Gartenbau steckt. Mit der IGA 2027 holen wir mehr Grün, Pflanzen und Blumen in die Stadt – all das verbessert auch die Lebensqualität. Es ist beeindruckend zu sehen, wie eine ehemalige Industrieregion hier ein völlig neues Kapitel aufschlägt. Wir als Landesregierung unterstützen dieses Projekt daher aus voller Überzeugung.“
Hanspeter Faas, Sprecher der IGA-Geschäftsführung: „Heute ist aus Vorfreude Aufbruch geworden. Der Countdown zur IGA 2027 macht sichtbar, was in einem Jahr für alle erlebbar sein wird: Eine Region, die aufblüht, sich neu erfindet und aus starken Orten neue Lieblingsorte macht. Die IGA wird zeigen, wie aus Wandel Schönheit, aus Ideen Bewegung und aus Grün ein neues Wir-Gefühl entsteht. Schon jetzt wächst an vielen Orten eine Ausstellung heran, die zeigt, wie grün, kreativ und lebenswert diese Region von morgen sein kann.“
IMPULSE FÜR DIE REGIONALENTWICKLUNG
Insgesamt 53 Kommunen sind an dieser dezentralen Gartenausstellung beteiligt, die Antworten auf die Frage „Wie wollen wir morgen leben?“ geben wird. Die IGA setzt bleibende Impulse für die ökologische, gesellschaftliche und städtebauliche Entwicklung des gesamten Ruhrgebiets.
Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft: „Wir freuen uns schon sehr auf den Start dieses Dekadenprojekts. Die IGA Ruhrgebiet 2027 wird die größte Gartenschau seit langem, und die komplexeste: fünf Zukunftsgärten, 60 kommunale Parks, Gärten und Landschaftsräume sowie unzählige private Projekte, bei denen sich wirklich alle angesprochen fühlen können, gehören dazu. So präsent auf allen Ebenen ist die IGA ein entscheidender Motor zur Transformation des Ruhrgebiets zur grünsten Industrieregion der Welt.“
GÄRTNERISCHE HIGHLIGHTS
Der Countdown läuft, und im kommenden Jahr wird noch vieles passieren, damit die Baustellen zur Internationalen Gartenausstellung werden. Doch die Leiterinnen der gärtnerischen Ausstellungen, Corinna Klein und Lydia Frotscher, haben ein herausragendes Programm zusammengestellt und wie bei vergangenen Bundesgartenschauen namhafte Landschaftsarchitekt*innen und Gestalter*innen sowie die Aussteller*innen gewinnen können.
Die IGA Ruhrgebiet 2027 mit ihren gärtnerischen Wettbewerben ist auch ein Schaufenster für die Grüne Branche.
Thomas Banzhaf, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBG:
„Die IGA ist eine großartige Bühne für die grünen Berufe. Gärtnerinnen und Gärtner, GaLaBau-Unternehmerinnen und -Unternehmer, Planerinnen und Planer können sich dort einem Millionenpublikum präsentieren. Mit den Beeten, Pflanzungen, Themengärten und Hallenschauen inspirieren sie die Besucherinnen und Besucher. Grüne Berufe sind Zukunftsberufe. Wir möchten bei der IGA die Menschen auch mit unserer Begeisterung für diese Branche anstecken.“
Corinna Klein, Leiterin der Gärtnerischen Ausstellungen der IGA 2027:
„Auf der IGA 2027 sind alle Facetten des Gartenbaus zu erleben. In jedem Zukunftsgarten findet man Inspiration für den eigenen Hausgarten, den Balkon oder die Fensterbank. Immer wieder lassen sich Besonderheiten entdecken, zum Beispiel Schwimmende Beete. Emotional und sensationell werden mit Sicherheit die 27 Blumenhallenschauen, welche in andere Welten entführen.“
SIE GESTALTEN DIE IGA
Fünf Schaugärten mit insgesamt 170 ha Fläche gestalten - das geht nur mit Unterstützung durch erfahrene und kreative Mitstreiter*innen. So wird der Wechselflor in den Zukunftsgärten von den Landschaftsarchitektinnen Christine Orel, Laura Heuschneider, Inge Wiemes und Tim Meyer gestaltet.
Pflanzplanerin Leonie Humenda vom Büro Petra Pelz ist für den Fuchsien- und Begonien-Beitrag in Gelsenkirchen verantwortlich, Landschaftsarchitektin Bettina Jaugstetter gemeinsam mit Ariane Kunz für den Dahlienbeitrag in Dortmund.
Das Büro Christian Meyer Berlin präsentiert ein „Rosenbeet der Zukunft“ in Duisburg, bzz Landschaftsarchitekten Berlin einen Balkongarten-Beitrag in Dortmund. Greenbox Landschaftsarchitekten plant den Obst-Beitrag im Zukunftsgarten Lünen, wo die Baumschule Giesebrecht Formobstgehölze ausstellt.
Das Büro RMP Stephan Lenzen gestaltet den „Klimawalk“ mit den Themengärten des Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen e. V. in Gelsenkirchen
GROW Landschaftsarchitektur gestaltet schwimmende Beete in Gelsenkirchen, außerdem in Duisburg die Anlagen rund um den i punkt grün, das Infozentrum für IGA-Besucher*innen für alle gärtnerischen Fragen. Auch die Friedhofsgärtnerischen Beiträge werden von GROW Landschaftsarchitektur geplant. Die Friedhofsgärtner Dortmund e.V. sind mit einer Naturruh-Anlage in Dortmund vertreten. Der Bund deutscher Steinmetze beteiligt sich an „Grabgestaltung und Denkmal“ in Gelsenkirchen.
Der Beitrag des Baumschulverband NRW wird in Duisburg zu sehen sein, geplant von Gartenarchitektin Margot Wild-Hallen. Die wbp Landschaftsarchitekten GmbH gestalten einen „Chipgarten“ in Duisburg.
Zu den Highlights gehören auch das vom Staudenexperten Harald Sauer geplante Jubiläumsbeet des Bund deutscher Staudengärtner (BdS) in Dortmund, der BdS zeigt in Duisburg außerdem 19 Staudenmischungen.
In Gelsenkirchen wird der Kohlebunker, geplant von GM013 Landschaftsarchitektur, durch urbanegestalt PartGmbB vertikal begrünt. Außerdem erwarten die Besucher*innen Clematis, Gemüsegärten, Botanische Besonderheiten und einen internationalen Pelargonien-Beitrag, der durch die Europäische Union gefördert wird. Der Beitrag über Pilze wird von Blue Gills, Emil Franke / Art des Hauses entworfen.
Insgesamt werden 27 Hallenschauen zu sehen sein – 20 davon in Dortmund, sieben in Duisburg – mit Schwerpunkten in Gartenbau und Floristik. Alle gestaltet von renommierten Florist*innen und Hallenschau-Gestalter*innen.
Während der IGA 2027 finden die gärtnerischen Wettbewerbe statt, unter anderem die Bau-, Pflege- und Themengärten-Wettbewerbe der Landschaftsgärtner*innen, die saisonalen Pflanzwettbewerbe der Friedhofsgärtner*innen, außerdem Wettbewerbe etwa beim Wechselflor, Stauden, Rosen und in den Blumenhallen.
Bildzeile:
Freuen sich über die rabattierte IGA-Dauerkarte, die ab heute erhältlich ist (v.l.n.r.): Sören Link (Oberbürgermeister Duisburg), Andrea Henze (Oberbürgermeisterin Gelsenkirchen), Garrelt Duin (RVR-Regionaldirektor & Aufsichtsratsvorsitzender der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH), Martina Förster-Teutenberg (Bürgermeisterin Lünen), Silke Gorißen (Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen), Bodo Klimpel (Landrat Kreis Recklinghausen), Alexander Kalouti (Oberbürgermeister Dortmund), Hanspeter Faas (Sprecher der Geschäftsführung der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH). © IGA2027/Kreklau
