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IGA 2027: Entwicklung des ehemaligen WASAG-Geländes in Haltern am See

Das ehemalige WASAG-Gelände in Haltern am See ist auf der Zielgeraden zur Internationalen Gartenausstellung 2027: Die IGA Ruhrgebiet 2027 hat dem Kreis Recklinghausen am Montag, 20. Juli, den zweiten Stern für das Projekt am ehemaligen Sprengstoff-Standort verliehen.

Mit dem Ende der Sprengstoffproduktion hat der Kreis Recklinghausen die Zukunft des WASAG-Geländes in Haltern am See in die Hand genommen. Nach dem Kauf des rund 220 Hektar großen Geländes entwickelt der Kreis den Altstandort in enger Kooperation mit der Stadt. Dennoch will man die Geschichte dieses besonderen Ortes nicht aus dem Blick verlieren. 1898 begann die Westfälisch-Anhaltische Sprengstoff AG (WASAG) mit der Produktion von Sprengstoffen für den Bergbau, die bis 2018 andauerte. Der Standort erzählt mit seinen historischen Gebäuden und seiner besonderen Geländestruktur die Geschichte einer heute fast vergessenen Zeit – und soll dies auch künftig tun.

Während der IGA 2027 auf geführten Rundgängen erlebbar

Zur IGA Ruhrgebiet 2027 werden die Werkstore für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Auf dem WASAG-Gelände werden dann die spezielle Industrielandschaft und ihre Transformation bei geführten Rundgängen begehbar und erlebbar gemacht.

Im Mittelpunkt der Entwicklung des Geländes stehen neben der Geschichte und der Transformation eines Altstandorts zu einem zukunftsfähigen Quartier die Sanierung der Boden- und Grundwasserbelastungen sowie das Naturerlebnis, da das Gelände über wertvolle Wälder, Moore und besondere Biotopstrukturen verfügt.

„Das ehemalige WASAG-Gelände ist für die Bürgerinnen und Bürger meiner Heimatstadt Haltern am See ein Buch mit sieben Siegeln. Ich freue mich sehr, dass wir diesen besonderen Ort mit all seiner Geschichte öffnen und den Menschen in unserer Region zurückgeben werden“, sagt Landrat Bodo Klimpel.

Aus Geschichte Zukunft gestalten

„Die IGA 2027 erhält mit dem ehemaligen WASAG-Gelände einen weiteren Ort, der beispielhaft zeigt, wie das Ruhrgebiet mit seiner Geschichte umgeht und daraus Zukunft gestaltet. Hier werden Industriekultur, Naturentwicklung und nachhaltige Flächenentwicklung auf eindrucksvolle Weise miteinander verbunden. Solche Projekte machen die Vielfalt des Ruhrgebiets erlebbar und laden die Besucherinnen und Besucher der IGA 2027 dazu ein, auch außerhalb der Zukunftsgärten außergewöhnliche Orte im Ruhrgebiet zu entdecken“, ergänzt Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA 2027 Ruhrgebiet.

Aus insgesamt rund 80 landschaftsgestalterischen, städtebaulichen oder touristischen Vorhaben mit investivem Charakter hatten sich fast die Hälfte in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren für den ersten Stern und damit als grundsätzlich geeignet im Sinne der IGA 2027 qualifiziert. Der Beirat „Unsere Gärten“ der IGA 2027 verleiht dann den zweiten Stern, wenn ein Projekt einen Förderantrag gestellt und vom Fördergeber positive Hinweise zur Förderfähigkeit des Projektes erhalten hat. Den dritten Stern erhält ein Projekt, wenn es einen Fördermittelbescheid bekommen hat und damit die Umsetzung des Projektes gesichert ist. „Wir erwarten, dass sich rund 25 Projekte der Region als IGA 2027-Projekte präsentieren können“, so Fischer weiter.

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