Die Stadt Reutlingen will mit fünf weiteren Kommunen die BUGA im Jahr 2039 ausrichten
Die Echaz erlebbarer machen, Grünflächen aufwerten und erweitern, die Lebensqualität in der Region weiter erhöhen: Viel Positives kann die Bundesgartenschau in Reutlingen und den angrenzenden Gemeinden bewirken. Das zeigt eine Machbarkeitsstudie zur BUGA, die die Stadt als Startsignal für einen gemeinsamen Weg in die Zukunft sieht. Nun haben die Reutlingen und fünf weiteren Kommunen die offizielle Bewerbung um die Bundesgartenschau im Jahr 2039 an die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) übergeben.
Zwei Tage lang bereiste die elfköpfige Delegation der DBG - darunter Thomas Banzhaf, Präsident des Bundesverbands Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau (BGL) und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBG, sowie DBG-Geschäftsführer Dr. Achim Schloemer - Reutlingen und die weiteren Kommunen im Echaztal: die Stadt Pfullingen sowie die Orte Lichtenstein, Eningen unter Achalm, Wannweil und Kirchentellinsfurt.
Stadtplaner Stefan Dvorak und die Leiterin der Reutlinger BUGA-Geschäftsstelle Claudia Wiemken stellten die Machbarkeitsstudie vor, die die Stadt Reutlingen weitgehend selbst erstellt hat. Zum Termin reiste auch Dr. Norbert-Jakob Ferch vom Ministerium für ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat des Landes Baden-Württemberg an. In einem feierlichen Akt nahm die DBG am 7. Oktober 2026 die offizielle Bewerbung zur Bundesgartenschau entgegen. Der Reutlinger Oberbürgermeister Thomas Keck betonte dabei die Bedeutung der Bundesgartenschau für Reutlingen und die Gemeinden im Echaztal: Sie sei der „kraftvolle Motor“ für eine zukunftsfähige Stadt- und Regionalentwicklung.
Thomas Banzhaf, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBG und Präsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL): „Wir freuen uns sehr über die Bewerbung der Stadt Reutlingen zur Bundesgartenschau 2039. Bei unserer Bereisung haben wir vielfältige Eindrücke erhalten und waren beeindruckt vom großen Engagement der Bürgermeister, die ihre Region phantastisch präsentiert haben. Es steckt eine Menge Herzblut darin.“
Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, sagt: „Die Potenziale Reutlingens und der beteiligten Echaz-Kommunen sind groß, was eine mögliche Bundesgartenschau 2039 betrifft. Wir spüren auch einen breiten Rückhalt in allen beteiligten Rathäusern und der Bevölkerung. Nun setzen wir uns intensiv mit der Bewerbung auseinander. Der Verwaltungsrat der DBG wird auf seiner Sitzung am 30. November eine Entscheidung treffen.“ Fällt das Votum positiv aus, kann der Durchführungsvertrag unterzeichnet werden, was dann den endgültigen Zuschlag der BUGA 2039 an die Stadt Reutlingen besiegelt.
Reutlingen ist eine der wenigen europäischen Großstädte, die in einem UNESCO-Biosphärenreservat liegen. Zur Bundesgartenschau will die Stadt bestehende Stadtparks und innerstädtische Gebiete aufwerten. Ein Schwerpunkt wird der Sport- und Freizeitbereichs Markwasen sein mit einem Wald der Zukunft und erweiterten Seen. Zugänglichkeit und mehr Platz für die Echaz soll es geben – so wird ein Busbahnhof zurückgebaut und in einen Echaz-Kai verwandelt. Die beteiligten Gemeinden entlang der Echaz planen eigene, ganz unterschiedliche Projekte – von einem Märchenpark am Schloss Lichtenstein über Naturcamping in Pfullingen bis hin zu einem erweiterten Neckar-Arm mit wechselfeuchten Wiesen in Kirchentellinsfurt.
