Gründach des Max-Planck-Institutes ausgezeichnet

Begrünte Fassaden und Gründächer rücken mit zunehmendem Klimawandel immer mehr in den Fokus, wenn es darum geht, alle verfügbaren Räume zur Begrünung und Abkühlung zu nutzen. BUGA und IGA bieten auf ihren Ausstellungsflächen schon seit Jahren sehr gute Beispiele. Ein prämiertes Beispiel aus der jüngsten Zeit ist der „grüne Hut“ des Max-Planck-Institutes für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, das vom Bundesverband Gebäudegrün in einem jährlichen Wettbewerb zum Sieger gekürt wurde.

Der begehbare Dachgarten des Büros Landschaftsarchitektur+ aus Hamburg basiert auf einem mehrschichtigen Aufbau, bepflanzt mit Stauden, Gräsern und Gehölzen. Für die Pflanzplanung zuständig war Prof. Mark Krieger von der Schweizer Hoch-schule Rapperswil. Dank schöner Sitzgelegenheiten an den geschwungenen Wegen kann der Dachgarten als Rückzugsfläche und „grüner Verweilort“ genutzt werden. Ein umfassendes Beleuchtungskonzept sorgt auch bei Dunkelheit für Stimmung.

Die Landschaftsarchitekten von L+ waren für die Gründachplanung und Prof. Mark Krieger (Ostschweizer Fachhochschule Rapperswil) für die Pflanzplanung zuständig. Hochbauarchitekten waren hammeskrause Architekten aus Stuttgart und die Ausführung der Dachbegrünung erfolgte durch den Garten- und Landschaftsbau Klaus Hildebrandt GmbH aus Hamburg.

Das Objekt umfasst insgesamt ca. 3.870 m² Dachfläche auf verschiedenen Ebenen, davon begrünt wurden mit 2.440 m² mehr als die Hälfte. Die Begrünung ist sowohl als extensive Dachbegrünung in mehrschichtiger Bauweise mit 4 cm Dränage, Filtervlies und 11 cm Extensivsubstrat als auch in Form einer Intensivbegrünung (Dachgarten) auf den niedrigeren Terrassen und dem Aufenthaltsbereich der Mensa ausgebildet. Der begehbare Dachgarten besteht ebenfalls aus einem mehrschichtigen Aufbau: 6 cm Kunststoffdränage, Filtervlies, etwa 5-45 cm Untersubstrat (in den höheren Bereichen mit Baumpflanzungen) und 35 cm Intensivsubstrat. Die Pflanzenauswahl umfasst Stauden, Gräser und Gehölze.

Durch Rampen und Treppen zwischen den Ebenen wurden Verbindungen und eine Möglichkeit zur Durchquerung des Campus auf der Ost-West-Achse geschaffen. Dank verschiedener Sitzgelegenheiten an den geschwungenen Wegen kann der Dachgarten als Rückzugsfläche und „grüner Verweilort“ genutzt werden. Das umfassende Beleuchtungskonzept sorgt auch bei Dunkelheit für eine Nutzbarkeit und eine besondere Stimmung auf dem Dach.

Der Preisträger mit seiner beispielhaften und nachahmungswürdigen Gründachanlage spiegelt auch den Trend wider, den der BuGG in seinem „Marktreport Gebäudegrün 2021“ beschrieben hat: die Flächen der Intensiv-begrünungen, und damit die Nutzung der Dachflächen als Freizeit- und Wohnraum, nehmen jährlich zu. So waren es im Jahr 2020 schon 18 Prozent der in Deutschland begrünten Dachflächen.

www.gebaeudegruen.info/bugg-wettbewerbe

 

Alle Abbildungen: Landschaftsarchitektur+