Keine Bundesgartenschau in Rostock

DBG-News BUGA Rostock 2025 - 06/22

Die Bürgerschaft hat sich gegen die Ausrichtung der BUGA Rostock 2025 entschieden

„Die Absage aus Rostock bedauern wir sehr“, sagt Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbG (DBG) und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender BUGA Rostock 2025 GmbH. „Bis zuletzt haben wir  das enorme Potential einer Bundesgartenschau in Rostock gesehen.“

Am Mittwoch, 22.6.2022, hatte die Rostocker Bürgerschaft entschieden, dass es keine Bundesgartenschau in Rostock geben wird. Die Stadtvertreter folgten mit ihrem Beschluss der Empfehlung des Oberbürgermeisters  und BUGA-Aufsichtsratsvorsitzenden Claus Ruhe Madsen.

„Wir akzeptieren, dass sich die Hanse- und Universitätsstadt aufgrund der äußeren Umstände für die Absage der BUGA entschieden hat“, sagt Jochen Sandner. „Der Stadt Rostock und ihren Einwohnern wünsche ich das Beste für den nun angestrebten Weg.“

Als Grund die Absage führt Claus Ruhe Madsen die veränderten Bedingungen an, unter denen sich die für 2025 geplante Bundesgartenschau in Rostock nicht mehr realisieren lasse: Die Planungen würden durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg sowie steigende Kosten für Material und fehlende Fachkräfte am Markt erschwert. Nun sollen der Vertrag mit der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft gekündigt, die Mitarbeiter*innen in anderen städtischen Bereichen untergebracht werden.

Die im Rahmen der BUGA Rostock 2025 geplanten Projekte sollen priorisiert umgesetzt werden. Oberste Priorität haben die Realisierung der Warnow-Brücke, die Neugestaltung des Stadt-Hafens und der Bau eines Wohnquartiers auf der östlichen Warnow-Seite. Weiter unten in der Prioritätenliste stehen der Stadtpark auf einem Deponiegelände sowie das Erlebbarmachen des Biotops Hechtgrabenniederung. Niedrigste Priorität haben die geplante Freianlage auf dem Fährberg, ein Stadtstrand, der Bau der Greifenbrücke und die Sanierung des IGA-Parks.

„Das ist sehr schade“, sagt Jochen Sandner. „Denn es sind diese Projekte, die das Grün in die Stadt bringen und damit die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern. Und genau das gehört zu den Hauptaufgaben einer Bundesgartenschau: Grünflächen in der Stadt zu sichern und aufzuwerten.“ 

Dass eine BUGA abgesagt wird, ist bisher noch nicht vorgekommen. Seit mehr als 70 Jahren hat sich die Bundesgartenschau als Motor für integrierte Stadt- und Regionalentwicklung bewährt, und die Zahl der Interessenten lässt keinen Zweifel am Format aufkommen: Bis zum Jahr 2031 sind Bundesgartenschauen verbindlich geplant. Gespräche mit Städten und Regionen, die sich mit der Planung einer BUGA oder IGA mit einem Zeithorizont in die 2040er Jahre befassen, werden intensiv geführt.

Daher geht der Blick nach vorne: In Mannheim, der Stadt der BUGA 2023, werden an diesem Wochenende gut 200 Gärtnerinnen und Gärtner aus ganz Deutschland zum Aussteller*innen-Informationstag der DBG erwartet. Dabei werden die Standorte und Konzepte für den gärtnerischen Wettbewerb vorgestellt und für die BUGA-Kulissen Luisenpark und Spinelli-Gelände letzte Absprachen für das sommerlange Gartenfest im kommenden Jahr getroffen.

 

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