Mannheimer Delegation besucht BUGA-Vorbereitungen in Heilbronn

DBG-News BUGA Mannheim 2023 - 07/16


„Eine unverwechselbare Bundesgartenschau mit Heilbronner Identität soll es werden.“ Dieses Motto gab der Heilbronner Gemeinderat aus, als er sich 2004 für die Ausrichtung der Bundesgartenschau im Jahr 2019 bewarb. „Wir entwickeln die Stadt von innen heraus und die Buga gibt uns die Chance, ein ehemals heruntergekommenes Gewerbegelände in einen attraktiven Lebensraum zu verwandeln“, beschrieb Oberbürgermeister Harry Mergel das große Ziel, das sich die 130 000 Einwohner zählende Stadt gesetzt hat. Dabei denke man über den Tag hinaus und nutze die Bundesgartenschau als Motor für die Stadtentwicklung, sagte das Stadtoberhaupt, als er die Mannheimer Delegation in diesen Tagen im Heilbronner Rathaus empfing. Die Besucher aus der Quadratestadt wollten sich ein Bild von der Heilbronner Entwicklung mache, schließlich ist der Planungsprozess für die Mannheimer Buga 2023 in vollem Gange.

„Wir wollten sehen, wie weit die Heilbronner auf dem Weg zu ihrer Buga sind“, erklärt Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Mannheimer Bundesgartenschaugesellschaft, die zu der Fahrt eingeladen hatte. Zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Umweltdezernentin Felicitas Kubala und Baudezernent Lothar Quast sowie den Aufsichtsräten der Buga-Gesellschaft nahmen sie die riesige Baustelle in Heilbronn in Augenschein. Mit dabei auch Jochen Sandner von der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft in Bonn.

Heilbronn hat sich viel vorgenommen und will als familienfreundliches, wissenschaftsorientiertes Oberzentrum besser wahrgenommen werden. Die avisierte Bundesgartenschau wirkt dabei wie ein Keilriemen, der die städtebauliche Entwicklung in Gang setzt und hält. Inzwischen sind die Konturen gut erkennbar, die in drei Jahren der siebtgrößten Stadt Baden-Württembergs ein neues Gesicht geben werden: Es wird gebaggert, gepflanzt, geebnet. Die Uferbereiche des großen Freizeitsees nahe der geplanten Wohnbebauung sind teilweise schon fertig gestaltet, die Umrisse gut auszumachen. Hier entsteht in den kommenden Jahren ein attraktives Wohn- und Freizeitfeld. Kaum zu glauben, dass hier mitten in der Stadt bisher ein unzugängliches unattraktives Areal lag und teilweise noch liegt. In der Kalistraße, die den Zugang zum Neckar blockiert, rollen noch Autos. Der 900 Meter lange Straßenabschnitt wird bis 2019 verschwinden, der Verkehr dann umgeleitet. Eine dafür erforderliche Brücke ist schon weitgehend fertig. Die Arbeiten sind in vollem Gang und liegen im Plan. Es ist keine Vision mehr: Die Stadt Heilbronn rückt an den Fluss. „Das ist eines unserer zentralen Ziele: Wie können wir den Neckar erlebbar machen“, fasste Hanspeter Faas für die Gäste aus Mannheim zusammen.

Er ist Geschäftsführer der Buga-Gesellschaft Heilbronn und berichtete, worum es in Heilbronn geht: „Es geht nicht nur um 2019, das Bundesgartenschaujahr, sondern vielmehr um die Jahre danach.“ Flächen, die bisher mit Altlasten besetzt und von Gewerbebetrieben belegt waren, werden zu wertvollem Lebens- und Wohnraum umgewandelt. Die Entwicklung spielt sich auf dem Fruchtschuppenareal ab - vor 100 Jahren noch ein bedeutendes Zentrum für den Waren- und Güterumschlag mit Hafenanlagen, Gleis- und Straßenanschluss. Das war in der Zeit, als der Neckar lediglich bis Heilbronn schiffbar war. Was auf dem Neckar ankam und weiter transportiert werden musste, wurde auf dem Fruchtschuppenareal für den Weitertransport auf Schiene und Straße umgeladen. Die BUGA greift die Geschichte des Geländes auf und legt anstelle der Hafenbecken zwei Seen neu an. Schon heute sind ihre Grundrisse unübersehbar. Im nächsten Jahr werden sie mit Neckarwasser geflutet.

Knapp 40 Hektar ist das Gelände insgesamt groß. Das Kerngebiet liegt zwischen Hauptbahnhof, Neckarkanal und Alt-Neckar. Früher steil abfallende Böschungen im Uferbereich, die es unmöglich machten, direkt ans Wasser heranzukommen, werden durch die Bundesgartenschau zur naturnahen Urbanen Aue oder Teil des terrassierten Neckaruferparks.

400.000 Kubikmeter Erde wurden bisher bewegt, Bagger haben Quadratmeter für Quadratmeter umgegraben und dabei mehr als 300 Tonnen Schrott zutage gefördert. Dabei mussten auch 13 Tonnen Kampfmittel und Munition fachgerecht entsorgt werden. Übrigens zeigen die Heilbronner auf der Landesgartenschau Öhringen schon einmal Flagge. Dort wird der halbe Bug eines ehemaligen Neckar-Lastkahns ausgestellt, der bei Aufräumarbeiten gefunden wurde.

Die Arbeiten liegen bisher gut im Zeitplan. Im Juli beginnt der Bau der Häuser der Stadtausstellung Neckarbogen. Binnen zwei Jahren müssen sie fertig sein. Hanspeter Faas legte den Besuchern aus Mannheim, die sich auf ihre Buga 2023 vorbereiten ans Herz, den Zeitfaktor nicht zu unterschätzen! „Zeit ist nicht vermehrbar und zum Schluss kann es ganz schön eng werden“, meinte er.

Schon jetzt steht fest, „Wir empfinden eine gewisse Vorfreude und Begeisterung in der Stadt“, berichten Harry Mergel und Hanspeter Faas übereinstimmend. Eine Milliarde Euro werde in der Stadt bis 2019 bewegt. Nicht nur die Wirtschaft werde profitieren, auch Kunst und Kultur, Sport und Spiel bekommen neue Impulse. Insgesamt wird es dauerhafte Effekte geben, die Heilbronn in die positiven Schlagzeilen bringe.

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