BUGA Zukunft
Eine Investition in die Zukunft
Instrument der Städteplaner
Aus der Sicht der Städteplaner ist eine BUGA ein
wichtiges Instrument zur nachhaltigen Gestaltung des Stadtbildes. Sei es innerstädtisch
durch die Anlage und den Ausbau von Parks oder die Landschaftsgestaltung im
weiteren Umfeld - eine Bundesgartenschau ist immer ein Gewinn für das
Erscheinungsbild einer Kommune oder Region. Jede einzelne BUGA oder IGA in der mittlerweile über 50-jährigen
Geschichte dieser Schauen hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Im Laufe
der Jahre ist mancherorts in der breiten Öffentlichkeit in Vergessenheit
geraten, dass einige bedeutende Anlagen ihren Ursprung einer BUGA/IGA
verdanken. Solche ehemaligen BUGA-Gelände sind zum Beispiel die bundesweit
bekannten Parkanlagen Westfalenpark Dortmund, Gruga Essen, Rheinauen Bonn,
Rheinpark Köln und auch die Wallanlagen in Hamburg einschließlich des Parks
Planten un Blomen. In neuerer Zeit, und somit noch sehr gut im Bewusstsein der
Bevölkerung, ist beispielsweise der Umbau des ehemaligen Münchener Flughafens
zur Messestadt Riem mit dem Landschaftspark Riem in wesentlichen Teilen aus der
BUGA 2005 entstanden. Ein weiteres sehr eindrucksvolles Beispiel für die Zukunftsorientierung
einer Bundesgartenschau ist die BUGA 2007 in Gera und Ronneburg. Während in
Gera mit der BUGA im innerstädtischen Bereich rund um das Stadion der
Freundschaft, der Orangerie und entlang des Ufers der Weißen Elster der
Hofwiesenpark erneuert wurde, entstand in der Ronneburger Umgebung eine völlig
neue Landschaft. Durch die aufwändige Rekultivierung des ehemaligen
Uranerzabbaugebietes wurde hier ein reizvolles Naherholungsgebiet geschaffen.
So unterschiedlich die einzelnen Konzepte für eine BUGA auch sein mögen, eines
haben sie alle gemeinsam: Die intensive Nachnutzung des BUGA-Geländes durch die
Bevölkerung ist gewährleistet - sei es zum Entspannen und Ausruhen, zum Sport
treiben oder einfach auch nur aus Spaß daran, die Freizeit mit Familie,
Freunden und Bekannten im Grünen zu verbringen.
Wirtschaftlicher Erfolg
Nicht nur die Städteplaner und Gartenbauämter
freuen sich über eine BUGA in ihrer Stadt. Auch die Kämmerer und
Tourismuszentralen wissen um die ökonomischen Vorteile. Eine BUGA ist immer ein
Publikumsmagnet für die Stadt und Region. Durchschnittlich drei Millionen
zahlende Besucher lockt eine Bundesgartenschau aus nah und fern an. Etwa ein
Drittel dieser Besucher reisen mit dem Bus an, das heißt, rund eine Million
Touristen sorgen für zusätzlichen Umsatz in der Stadt oder Region. Die
positiven Auswirkungen dieses Besucherstroms für Hotellerie und Gastronomie
sind offensichtlich. Darüber hinaus kann eine BUGA/IGA, abhängig vom Konzept,
auch nachhaltig Arbeitsplätze schaffen und wesentlich zur Wertsteigerung des
Umfelds beitragen. So hat sich beispielweise am Rande des ehemaligen
BUGA-Geländes in Düsseldorf eine Versicherungsgesellschaft angesiedelt und
2.500 Arbeitsplätze geschaffen. In München sind durch die Neuansiedlung der Messe
in der durch die BUGA erstandene Messestadt Riem zusätzliche Arbeitsplätze
entstanden, und selbst in Gelsenkirchen konnten durch die Einrichtung
gastronomischer Betriebe und Freizeiteinrichtungen sowie die Vermietung von
Büros etwa 1.000 Arbeitsplätze eingerichtet werden. Der Wert und die Wirkung
einer Bundesgartenschau ist in allen ehemaligen BUGA-Städten exemplarisch zu
beobachten. Einige Städte hatten sich sogar mehrfach um die Ausrichtung einer
BUGA beworben - und manche waren damit auch erfolgreich.
BUGA – Zum Wohle der Menschen
Die positiven Effekte einer BUGA/IGA haben dazu
geführt, dass bei der DBG kein Mangel an geeigneten Bewerberstädten oder
-regionen mit überzeugenden Konzepten besteht. Die BUGA 2009 ist bereits nach
Schwerin vergeben, und die BUGA 2011 wird in Koblenz stattfinden. Im Jahr 2013
wird es eine IGS in Hamburg geben. Die BUGA 2015 wurde im November 2007 an den
Bewerber Havelregion vergeben. Für die IGA 2017 liegen 2 aussagekräftige Bewerbungen vor, die BUGA 2019 ist
bereits nach Heilbronn vergeben
Die Zukunft der Bundesgartenschau ist also gesichert - und damit ein wertvoller
Beitrag zur Stadtentwicklung zum Wohle der Menschen.